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Mit Genugtuung nimmt die Generalversammlung im Januar 1948 vom Vorstand zur Kenntnis, dass der Verein "stolz darauf sein kann, den Sportplatz aus eigener Kraft soweit geschafft zu haben". Auch die Nissenhütte wurde aufgestellt, in der die Mannschaften sich umziehen. Im Juni 1948 macht ein länger bereits erwartetes Ereignis Schlagzeilen in aller Welt: die Währungsumstellung in den drei westdeutschen Besatzungszonen. Die Deutsche Mark wird aus der Taufe gehoben. Dieses weltbewegende Ereignis, in des Wortes wahrster Bedeutung, macht sich natürlich auch in unserem Verein bemerkbar. Die Konten werden abgewertet 10:1 und von Reichsmark auf DM umgestellt. Nach dieser Umstellung, landläufig auch Währungsreform genannt, finden sich noch 74 Mark und 98 Pfennige in der Kasse. DM versteht sich. Deshalb wird ein Vorschlag aus der Versammlung aufgenommen, im Juli von allen erwachsenen Mitgliedern eine DM zu kassieren, "um wieder Grund in die Kasse zu bekommen". Vom August an sollen Erwachsene 0,50 DM, Jugendliche von 10 bis 14 Jahren 0,10 DM und von 14 bis 18 Jahren 0,25 DM Beitrag zahlen. Neuer Vorsitzender wird Rudi Schling. Mit ihm geht es dann auch in das Jahr 1949, das jedoch nichts Nennenswertes zu bieten hat. Mit dem neuen Geld kommt 1950 offensichtlich auch wieder neuer Schwung in den Verein. Es wird überlegt, auch andere Sportarten zu betreiben. Es finden sich Spender für eine Tischtennisplatte mit Ausstattung und außerdem wird angeregt, mit Jugendlichen Schwimmen zu trainieren. Der Jugendleiter kann darauf hinweisen, dass zwei Fußballmannschaften komplett eingekleidet wurden. Wenn man einmal davon absieht, dass für die Mitglieder des Vereins eine Versicherung abgeschlossen wird und wieder Maskeraden -auch für Kinder- auf dem Programm stehen, geht das Jahr 1950 ohne Aufregungen über die Bühne. Doch im März 1951 horchen die Besucher der Generalversammlung auf: Vorsitzender Schling teilt mit, dass Gelder vom Niedersächsischen Fußball-Toto eingegangen sind, die für die Umzäunung des Sportplatzes Verwendung finden sollen. Mit Geldern aus dem Fußball-Toto gewinnt der Sportstättenbau in Niedersachsen eine neue Perspektive. Vereinschroniken verzeichnen nicht nur Aktiva, schon gar nicht, wenn sie in Journalen aufgezeichnet sind, die normalerweise Geschäftsvorgängen vorbehalten sind. So finden sich auch immer wieder einmal Passiva -um im Bilde zu bleiben- die ein Vorstand ehrlicherweise ansprechen muss, wenn er sich nicht des Vorwurfs der Schönfärberei aussetzen will. So muss sich der Spielausschuss auf der Generalversammlung vom 5. April 1952 der Kritik stellen, weil die Jugendlichen eine ganze Spielzeit lang ohne Betreuung geblieben sind. Der Spielleiter rügt Fußballer der Herrenmannschaften die darauf bestehen, nur in bestimmten Mannschaften spielen zu wollen, Die Verhältnisse in der Fußballsparte veranlassen den Versammlungsleiter seufzend zur Feststellung: "Im Verein sitzt der Wurm". Und genau ein Jahr später, im April 1953, beklagt der Kassierer in seinem Kassenbericht wieder einmal die mangelnden Einnahmen auf dem Sportplatz. Am letzten Sonntag seien "ganze 2,44 DM" eingenommen worden, Der Vorsitzende versichert, "dass in diesem Jahr noch die Sportplatzumzäunung mit hundertprozentiger Sicherheit kommt". Als sich die TSVer am 31. Januar 1954 zu ihrer nächsten Generalversammlung treffen, kommt zum ersten Male der Wunsch auf, "auch mal ein Clubhaus, angepasst an das heutige Bemerode", haben zu wollen, damit man nicht immer auf die alte Nissenhütte angewiesen sei. Der Verein müsse dabei auch an seine Jugendlichen denken. Der Jugendleiter macht darauf aufmerksam, dass inzwischen 60 Jugendliche gemeldet sind, und die Herrenabteilung lediglich 40 Mitglieder aufweisen kann. Der Hauptkassierer ist enttäuscht über die schlechte Zahlungsmoral bei der Beitragsentrichtung. Unterkassierer müssten, so berichtet er, bei einigen Mitgliedern bis zu sechs-siebenmal vorsprechen. Die Mitgliedsbeiträge seien nun aber einmal die Haupteinnahmequelle des Vereins. Unter Verschiedenes wird der aus heutiger Sicht und mit Blick auf das hundertjährige Vereinsjubiläum bemerkenswerte Antrag gestellt, den "TSV Bemerode von 1945" in "TSV Bemerode von 1930" umzubenennen, damit wieder an alte Traditionen angeknüpft werden könne. Der Antrag wird vertagt. Die Sportplatzfrage ist noch immer nicht geklärt, wird auf der Generalversammlung im Februar 1956 bedauernd festgestellt, um dann im folgenden Jahr 1957 im Januar die Hoffnung zu äußern, im Herbst auf eigenem Platz spielen zu können. Die Schwierigkeiten bei den Fußballern stehen auch im März 1958 bei der Generalversammlung auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende des Vereins sagt unmissverständlich, dass der Spielbetrieb im Fiasko gelandet wäre, hätte der Vorstand nicht immer wieder helfend eingegriffen. Einen Spielbericht der Fußballherren gibt es nicht, weil der Spielleiter nicht anwesend ist. Und zu allem Überfluss musste auch noch eine Fußballerfahrt in die "Zone" (DDR) abgesagt werden, weil die Gastgeber die wichtigen Formalitäten "verpasst" hatten. Der Protokollant vergisst nicht anzumerken, "dass ein Sportfreund ein Faß Bier gespendet hat, das wir heute mit einem gemütlichen Prost leeren wollen". Für den Bau einer Turnhalle dankt der Vorsitzende dem Gemeinderat und dem Gemeindedirektor Bemerodes auf der Generalversammlung 1959 und sagt klar, dass es nunmehr an der Zeit ist, im Verein eine Sparte Turnen aufzubauen, zumal der Verein die Bezeichnung "Turn-und Sportverein" führe. Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen wird vorsorglich gleich ein Turnwart gewählt. Die Sportplatzfrage ist noch immer nicht geklärt, wird auf der Generalversammlung im Februar 1956 bedauernd festgestellt, um dann im folgenden Jahr 1957 im Januar die Hoffnung zu äußern, im Herbst auf eigenem Platz spielen zu können. Die Schwierigkeiten bei den Fußballern stehen auch im März 1958 bei der Generalversammlung auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende des Vereins sagt unmissverständlich, dass der Spielbetrieb im Fiasko gelandet wäre hätte der Vorstand nicht immer wieder helfend eingegriffen. Einen Spielbericht der Fußballherren gibt es nicht, weil der Spielleiter nicht anwesend ist. Und zu allem Überfluss musste auch noch eine Fußballerfahrt in die "Zone" (DDR) abgesagt werden, weil die Gastgeber die wichtigen Formalitäten "verpasst" hatten. Der Protokollant vergisst nicht anzumerken, "dass ein Sportfreund ein Faß Bier gespendet hat, das wir heute mit einem gemütlichen Prost leeren wollen". Für den Bau einer Turnhalle dankt der Vorsitzende dem Gemeinderat und dem Gemeindedirektor Bemerodes auf der Generalversammlung 1959 und sagt klar, dass es nunmehr an der Zeit ist, im Verein eine Sparte Turnen aufzubauen, zumal der Verein die Bezeichnung "Turn-und Sportverein" führe. Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen wird vorsorglich gleich ein Turnwart gewählt Dieser Turnwart kommt auf der Generalversammlung im Jahre 1960 gleich zu Wort. Seinem Bericht zufolge war die neu errichtete Turnhalle bei der Aufnahme des Übungsbetriebes anfangs derart überfüllt, dass es Schwierigkeiten mit der Unterbringung aller Übungsteilnehmer gab. Inzwischen habe sich vor allem bei Frauen und Kindern ein Übungskern herausgeschält. An Jugendturnern fehlt es noch, Ebenso an Vorturnern. In der Fußballsparte wird das Klagelied angestimmt, wie schwierig es geworden ist, die Jugend "zu führen". Die Schwierigkeiten haben wohl auch dazu geführt, dass der TSV nur eine A-Jugend "auf dem Feld hat", Das sei für den Nachwuchs eines Vereins zu wenig. Und nachdem der Vorsitzende wieder einmal die Probleme mit dem Sportplatz angesprochen hat sagt er unumwunden: "Der Schandfleck Nissenhütte muss verschwinden". Verschwunden sind 1961 offensichtlich die Nachwuchsprobleme bei den Fußballern. Die Sparte meldet der Generalversammlung Zuwachs und weist daraufhin, dass nunmehr wieder drei Jugendmannschaften spielen. Bei den Herren wird die Aufstellung einer fünften Mannschaft in Aussicht gestellt. Für die Zukunft des Vereins aber spricht die Aufnahme einer Tischtennissparte und die Erwägung, eine Tennisabteilung zu gründen. Wohl auch im Hinblick auf die dann zu erwartende positive Mitgliederbewegung beschließt die Versammlung, für Erwachsene eine Aufnahmegebühr von 2,00 DM und für Jugendliche von 0,50 DM zu kassieren und die Beiträge für Erwachsene auf 1,50 DM anzuheben. Der Kassenabschluss für das vergangene Jahr 1961 registriert zum ersten Male bei den Einnahmen einen Anstieg auf über 3.000 DM, bei nahezu 3.000 DM Ausgaben. Und ebenfalls zum ersten Male vernimmt die Generalversammlung des Jahres 1962 dann den Begriff Vereinsvermögen. Das belauft sich beim Kassenabschluss am 18, Februar auf immerhin 1.793,16 DM. Diese Summe hat sich seit der Währungsumstellung von Reichsmark auf Deutsche Mark im Jahre 1948 kontinuierlich aufgebaut. Die Versammlung stimmt dem Entwurf einer Turnhallenordnung zu, die auch den Fußballern ein Training in der Halle ermöglicht. Die Zukunft des Hallensports von Rasenmannschaften beginnt sich abzuzeichnen. Obwohl das damals sicherlich noch nicht so gesehen wurde. Denn die vordergründigen Interessen werden damals vom Fehlen eines Rasensportplatzes diktiert, der Training auch in den Schlechtwetterverhältnissen des Winters ermöglicht. Von dem Bemühen um einen solchen Platz, "der Größe und der Einwohnerzahl der Gemeinde entsprechen muss" berichtet der Vorstand und weiß sich mit der Versammlung einig. zurück weiter |