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In der Generalversammlung von 1963 kommt ein Thema auf den Tisch, dass auch in den kommenden Jahren den Verein beschäftigen wird: Der Transport von Jugendlichen zu auswärtigen Sportveranstaltungen. Der Jugendleiter Fußball dankt den "Autofahrern, ohne deren Unterstützung kein Spielbetrieb mehr in Fuß bleibt".

Der Spartenleiter Turnen meldet 140 aktive Turner, relativiert diese Zahl jedoch insofern, als er den teilweise mäßigen Besuch der Übungsstunden bemängelt. Es fehlen vor allen junge Männer im Alter von 20 bis 25 Jahren. In der Versammlung sind Forderungen nach Trennung der Sparten Fußball und Turnen vom Verein nicht zu überhören. Doch letztlich bleibt der Zusammenhalt im TSV Bemerode gewahrt. Erfreulich ist außerdem noch zu melden, dass die Tischtennissparte ihren Punktspielbetrieb aufgenommen hat.

Im Jahresbericht der Generalversammlung vom 24.Februar 1964 weist der Vorsitzende darauf hin, dass dem Verein 103 Jugendliche und 178 Erwachsene angehören. Das entspreche ungefähr 6 Prozent der Gesamtbevölkerung von Bemerode und das sei zu wenig, Aus der Sparte Turnen wird über die mangelnde Teilnahme an den Übungsabenden geklagt: "Ist im Fernsehen ein Krimi, fehlen etliche Frauen".

Zum ersten Male ist 1965 auch ein Bürgermeister zu einer Generalversammlung erschienen: Erich Kleimenhagen, daneben sind noch zwei Ratsvertreter gekommen. Ihnen gilt der Dank des Vorsitzenden, der ausdrücklich betont, wie aufgeschlossen die Gemeinde gegenüber dem Sport ist. Beschlossen wird eine einmalige Umlage in Höhe von 20 DM für jedes Mitglied oder jede Familie. Diese Umlage entfallt für die Mitglieder, die dafür zehn Arbeitsstunden leisten, Diese finanzielle Sonderleistung wird nötig, da sich der Verein am Bau des Clubhauses beteiligen muss.





Zum ersten Male kommen 1966 -wenn man es denn wörtlich nimmt- die Spartenleiter nicht zu Wort. Sie haben ihre Berichte schriftlich abgeliefert. Diese finden sich in den Vereinsmitteilungen. Den Berichten ist unter anderem zu entnehmen, dass in den Bereichen Kinderturnen und Frauengymnastik keine neuen Mitglieder aufgenommen werden können, da es an Übungsleiterinnen und Übungsleitern fehlt. Allerdings wurde eine Faustballabteilung gegründet.

Der Vorsitzende berichtet schließlich voller Stolz von den Höhepunkten des Sportjahres 1966, die zweifelsfrei in den Veranstaltungen aus Anlass der Sportheimeinweihung kulminierten, 600 Zuschauer waren gekommen, um die erste Herren-Fußballmannschaft gegen die Traditionself von Arminia Hannover und eine Auswahl des Gemeinderates von Bemerode gegen eine Elf des Schützenvereins spielen zu sehen.

Erfreulicherweise hat der Kassierer ein Jahr später, am 4, März 1967, zu vermelden: Die Einnahmen am Fußballplatz beliefen sich immerhin schon auf 1,663 Mark. Kein Wunder also wenn er feststellt: "Dass sich unsere Kasse gut entwickelt". Die Kassenrevisoren vertreten allerdings die Ansicht, dass deshalb "das Bier nach Fußballspielen nicht unbedingt auf Vereinskosten getrunken werden muss".

Die Zahl der Mitglieder hat zum Zeitpunkt der Generalversammlung im Januar 1968 die 400er-Grenze überschritten, 202 Mitglieder sind Jugendliche, für deren Betreuung immer wieder qualifizierte Betreuer gefunden werden müssen.

Mit großem Interesse nehmen die Mitglieder einige Zahlen zur Kenntnis, die im Zusammenhang mit dem Bau des Sportheimes genannt werden. Von den aufzuwendenden Geldern kamen 51,000 DM von der Gemeinde Bemerode, 20.000 DM vom Landkreis Hannover, 3.000 DM vom Kreissportbund, und der TSV Bemerode trug 18.783 DM als Eigenleistung bei, 74 Fußballer hatten dafür 1620 freiwillige Arbeitsstunden geleistet.





In den vom Vorstand 1969 gegebenen Jahresbericht wird ausdrücklich auf die Bedeutung der Geselligkeit für das Vereinsleben hingewiesen. Sie sei für den Verein eine wichtige Aufgabe. Er erinnert in diesem Zusammenhang an die Weihnachts-und Nikolausfeiern, Kappenfeste, Maskeraden und anderen Zusammenkünfte der Mitglieder über viele Jahre hinweg.

Aus der Versammlung kommt der Vorschlag, künftig alle Jahre einen Haushaltsplan aufzustellen. Und einstimmig wird beschlossen, den Verein als TSV Bemerode von 1896 in das Vereinsregister aufnehmen zu lassen. Aus der Generalversammlung 1970 zitieren wir hier einmal einen Ausschnitt aus dem umfangreichen Bericht des Vorsitzenden über die Aktivitäten des Vereins. Dieser Ausschnitt macht deutlich, wie lebhaft sich das gesellige und sportliche Treiben im TSV Bemerode entwickelt hat:
In der ersten Februarwoche: Kinderfasching und Jugendtanzabend 15.Februar : Vereinsfaschingsball
23. März : Das bisher erfolgreichste Schauturnen
29. März : Gründung der Leichtathletiksparte. 165 Bemeroder legen die Prüfung für das Sportabzeichen ab
14. April : Premiere der Sparte "Turnen für Mutter und Kind"
Im Mai : Die Faustballer arbeiten mit Hochdruck an "ihrem" Spielplatz
8. Juni : 60 Kinder nehmen am Turnfest in Gleidingen teil
9. Jull: Jugendliche Sportler fahren in das Zeltlager auf dem Priwall
1.-7.September: Unter Mitwirkung aller Sparten führt der TSV Bemerode eine Sportwoche durch
1. November: Vereinsvergnügen in Wülferode
Im Dezember: Die jugendlichen Sportler fuhren ein Theaterstück auf, Zunächst sehen die Kinder des Vereins das Stück, dann die Kinder und schließlich die Alten des Ortes in insgesamt drei Aufführungen.

Mit einem neuen Vorstand unter dem Vorsitz von Georg Hummel geht der Verein in die Arbeit des Jahres 1971, nachdem der bisherige Vorsitzende Walter Langlott auf der Hauptversammlung am 26, Februar 1971 aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtet hatte. Acht Jahre lang führte er den Verein. Im übrigen richtete die Versammlung ihre Aufmerksamkeit auf die Vorbereitung der anstehenden 75-Jahr-Feier.





Die hervorragenden Leistungen auf sportlichem wie organisatorischem Gebiet anlässlich dieser Jubiläumsfeier wird anlässlich der Hauptversammlung im Februar 1972 gewürdigt. Hingewiesen wird aber auch auf das enorme Anwachsen der Jugendabteilungen und auf die Gründung der Handballabteilung. Das Anwachsen der Mitgliederzahl macht einen umgehenden Erweiterungsbau des Sportheimes erforderlich, für das der Verein 36.000 DM als Eigenleistung eingebracht hat. Die restlose Finanzierung des Erweiterungsprojektes macht allerdings noch Sorgen, und so gibt die Versammlung schließlich "grünes Licht" für eine Beitragserhöhung zum 1. April 1972:

Jugendliche bis 18 Jahre und Rentner 2,00 DM, Erwachsene 4,50 DM und Familienbeitrag 8,00 DM. Die Versammlung beschließt außerdem, Hauptversammlungen jedes Jahr, Vorstandswahlen aber nur jedes zweite Jahr durchzuführen.

Berichte über die Arbeiten am Erweiterungsbau kennzeichnen die Hauptversammlung des Jahres 1973. Die mit dem Bau verbundenen Ausgaben haben, den Ausführungen des Vorsitzenden Hummel zufolge, den Verein bis an Grenzen des Zumutbaren geführt. Nicht zuletzt deshalb, weil die Bausteine-Aktion des TSV "ein Schlag ins Wasser" war, wenn man vom Engagement der Leichtathletiksparte einmal absieht. Sie hatte die ihr zugedachten Bausteine in kurzer Frist umgesetzt.





Das Protokoll der Jahreshauptversammlung 1974 wirft ein Schlaglicht auf das in vielen Vereinen anzutreffende Problem der mangelnden Bereitschaft von Mitgliedern, ein Ehrenamt zu übernehmen: "Der Posten des Schatzmeisters war leider nicht sehr gefragt und keine der Sportlerinnen und keiner der Sportler war bereit, diesen Platz zu übernehmen". Die Schriftführerin Ingret Hummel übernimmt nach ihrer Wahl die Kassengeschäfte, muss aber auch weiterhin Schriftführerin sein, weil sich auch für dieses Amt niemand findet.

Bürgermeister Erich Kleimenhagen macht darauf aufmerksam, dass das Schulzentrum fristgerecht fertig gestellt ist und die Sporthalle noch 1974 in Anspruch genommen werden kann. Der Hartplatz werde ebenfalls fertig und darüber hinaus würden noch acht Tennisplätze gebaut. Die Planung für das neue Sportheim könne beginnen.

Zu einem Eklat kommt es im darauf folgenden Jahr 1975: Sechs Vorstandsmitglieder treten zurück. Im Verlauf der Neuwahlen werden heftige Satzungsdebatten geführt, bei denen es um die Funktionen eines dritten Vorsitzenden geht. Schließlich gibt es weiteren Zündstoff mit einem Antrag, der eine Satzungsänderung derart vorsieht, die sportliche und verwaltungsmäßige und für die Tennisspieler sogar die finanzielle Selbständigkeit der Sparten, festzuschreiben. Der Antrag wird bei 13 Enthaltungen mit 45 zu 40 Stimmen abgelehnt. Nach weiteren sehr strittigen Ausführungen aus den beiden Positionslagern verlassen viele Tennismitglieder den Saal, der eingangs bis auf den letzten Platz gefüllt war. Es ist nach Mitternacht, als einem Antrag auf Abbruch der Versammlung zugestimmt wird. Die Fortsetzung soll in Kürze folgen.

Sie wird für den 7. März anberaumt und befasst sich in erster Linie mit den Finanzen des Vereins. Die Übernahme der Bezirkssportanlage von der Stadt Hannover und die Inbetriebnahme der Tennisplätze machen die Anstellung eines hauptamtlichen Platzwartes zwangsläufig. Aber auch die Vorbereitungen für den Klubhaus-Neubau, die Mietkosten für Hallen und Sportflächen, namentlich die hohen Entschädigungen für die Schulhausmeister, erklärt Vorsitzender Hummel, stellen immense Anforderungen an den Haushalt. Nicht zu vergessen, so sagt er, sei das stete Anwachsen des Vereins, das zusätzlich Forderungen nach zu vergütenden Übungsleitern nach sich ziehe. Da die auf den Verein zukommenden finanziellen Belastungen nur durch das Beitragsaufkommen aufgefangen werden könnten, müssten die Beiträge angehoben werden. Die Versammlung beschließt so: 5 DM für Jugendliche, Studenten und Rentner, 7 DM für Erwachsene und 14 DM für Familien.



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 (1) Für eine Mark Schreibpapier
 (2) Vorstand ohne Interesse
 (3) Vereinsgeld auf der Sparkasse
 (4) Aufmarsch zur "Fahnenweihe"
 (5) Fußballer wollten in den "Turn-Verein"
 (6)Turnerbund statt "Freie Turnerschaft"
 (7) Nun auch Damen bei den Versammlungen
 (8) Großer Fackelzug für den Pastor
 (9) Aus dem Vorsitzenden wurde der "Führer"
 (10) Fußballer wagen nach dem Kriege den Neuanfang
 (11) Zum Umziehen in die Nissenhütte
 (12) Totomittel für den Sportplatzzaun

 (13) Hoffnung auf einen neuen Platz
 (14) Neuer Anfang bei den Turnern
 (15) Ohne Autofahrer geht es nicht
 (16) Das Sportheim wird eingeweiht
 (17) Kein Vereinsleben ohne Geselligkeit
 (18) Die Handballer kommen dazu
 (19) Es fehlt an Ehrenamtlichen
 (20) Ein finanziell gesunder TSV
 (21) In den Büchern über eine Million Mark
 (22) Sportplatz-Vertrag mit Hannover
 (23) Wettkampfsport und Breitensport
 (24) Hinter der Organisation stehen Menschen
 Das Schild