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Auf der Versammlung am 6. Mai 1897, die als außerordentliche einberufen worden ist, wird Ernst Stamme als neuer Sprechwardt gewählt. Am Rande sei vermerkt, dass die Mitglieder dem Schriftwardt zur Anschaffung von Schreibpapier 1.00 Mark bewilligen.

Im Juni wird für den 25. Juli ein Sommerfest beschlossen, zu dem sämtliche Vereine der Umgegend eingeladen werden sollen und von denen erwartet wird, dass sie beim Festumzug mit durch das Dorf marschieren.

Mitten im Sommer 1897 wird auf der Juliversammlung der Antrag gestellt, für die Mitglieder eine einheitliche Kopfbedeckung einzuführen. Nach längerer Diskussion darüber, ob dies nun ein Turnerhut oder eine Turnermütze sein soll, beschließt der Verein angesichts der großen Kosten für das bevorstehende Fest, dieses Thema zu vertagen. Und um es vorwegzunehmen: Es kommt nie wieder auf den Tisch.

Der Zusammenkunft der Mitglieder im August liegen so viele Einladungen zu Festivitäten anderer Vereine vor, dass eine sogar abschlägig beschieden werden muss. Auf der Hauptversammlung am 9. September gibt es "statutengemäß" wieder Neuwahlen, aus der Paul Pruss als neuer Sprechwardt hervorgeht.

Das Jahr 1897 geht, was die Turnerbund-Monatstreffen angeht, ohne wesentliche Eintragungen zu Ende. Allerdings ist es schon erstaunlich, dass die Mitglieder im alten Jahr ausgerechnet noch einmal am 31. Dezember zusammenkommen, um eine Änderung ihrer Statuten vorzunehmen. Im Paragraphen 25 heißt es künftig: "Die Auflösung des Vereins kann beschlossen werden, wenn die Zahl der Mitglieder auf drei reduziert ist. Nach Tilgung der Schulden fällt das Vermögen den letzten Mitgliedern zu".

Es dauert bis zum 5. März 1898, ehe das Vereinsschiff wieder richtig Fahrt aufnimmt. Der Leser ahnt was kommen wird: Ein Vereinsvergnügen zu Ostern. Das Fest soll aus Theater, Turnen und Ball bestehen. Kinder sollen nur in Begleitung ihrer Eltern Eintritt haben, weil "eine gute Ordnung gehalten werden soll, speziell in betreff der Kinder. Selbiges soll auf dem Programm vermerkt werden", Längere Debatten ergeben sich über Äußerungen von Vereinsmitgliedern, die heute als "vereinsschädigend" bezeichnen würden. Am Ende der Aussprache wird "die Sache für erledigt" erklärt.

Es folgt eine Flaute bis zum Juni 1898. Auf der turnusmäßigen Versammlung legt Sprechwardt Pruss sein Amt nieder. Für ihn wird E. Thymian gewählt. Und auf der Generalversammlung im Oktober wird er in diesem Amte bestätigt. Die Protokolle für das Jahr 1899 sind wenig ergiebig. Doch soll hier darauf hingewiesen werden, dass der Protokollant für die Monate Februar und Mai sowohl Turn- als auch Versammlungsabende als ausgefallen registriert. Grund: Arbeitsbelastung der Mitglieder. Für die Monate Juli bis Oktober muss wohl auch gleiches gegolten haben, denn Eintragungen über Versammlungen gibt es nicht.





So geht der Verein schließlich in das neue Jahrtausend, ohne dass sich Bemerkenswertes ergeben hätte. Das Jahr 1900 beginnt, wie das alte ausgelaufen ist: neue Mitglieder werden aufgenommen und Formalitäten erledigt.

Kein Wunder also, wenn im Protokoll einer Hauptversammlung am 24. März 1900 zu lesen ist; "Da der bisherige Vorstand dem Turnen interessenlos gegenüberstand, so war es dringend notwendig, einen anderen Vorstand, der womöglich mehr Interesse für den Verein zeigt, zu wählen". So gibt es eine Reihe von Neuwahlen. Der bisherige Sprechwardt Ernst Thymian wird wieder gewählt. Im Juni meldet sich der Kassierer-Vertreter aus dem Verein ab, "weil er auf Wanderschaft gehen will". Für den September wird eine vereinsinterne Veranstaltung beschlossen; Eine Rekruten-Abschiedsfeier mit Turnen der Zöglinge und mit anschließendem Ball.

In der Generalversammlung am 27. Oktober 1900 wird unter anderem von einem Fehlbetrag in der Kasse berichtet, worauf der Sprechwardt die Kassenrevisoren für ihre Unterschrift unter eine falsche Abrechnung tadelt und ihnen androht, sie möglicherweise haftbar zu machen. Als überraschend muss im Rahmen der Vorstandswahl die Bestellung eines Dreizehnjährigen zum Kassen- und Vereinsboten bei 2.00 Mark Vergütung pro Jahr angesehen werden.

Sprechwardt Ernst Thymian berichtet in der Versammlung am 8. Dezember 1900 von einer Sitzung im "Wülfeler Biergarten", die sich mit der Gründung eines "Leine-Gau" der Turner befasst hat. Dieser soll ins Leben gerufen werden, um hauptsächlich das Turnen in ländlichen Vereinen zu fördern. Aufgenommen werden sollen nur Vereine, die keine Politik betreiben und sich in den Grenzen Hannover-Hildesheim und Burgdorf-Eldagsen befinden. Da der Verein bislang keinem Turngau angehört wird beschlossen, den "Turnerbund Bemerode" im geplanten "Leine-Gau" anzumelden, vorausgesetzt, "dass mindestens zehn andere Vereine noch beitreten". In der Versammlung werden von den Anwesenden noch freiwillig Beiträge für die Anschaffung einer Vereinsfahne kassiert, schließlich bestehe der Verein bereits seit vier Jahren.

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 (1) Für eine Mark Schreibpapier
 (2) Vorstand ohne Interesse
 (3) Vereinsgeld auf der Sparkasse
 (4) Aufmarsch zur "Fahnenweihe"
 (5) Fußballer wollten in den "Turn-Verein"
 (6)Turnerbund statt "Freie Turnerschaft"
 (7) Nun auch Damen bei den Versammlungen
 (8) Großer Fackelzug für den Pastor
 (9) Aus dem Vorsitzenden wurde der "Führer"
 (10) Fußballer wagen nach dem Kriege den Neuanfang
 (11) Zum Umziehen in die Nissenhütte
 (12) Totomittel für den Sportplatzzaun

 (13) Hoffnung auf einen neuen Platz
 (14) Neuer Anfang bei den Turnern
 (15) Ohne Autofahrer geht es nicht
 (16) Das Sportheim wird eingeweiht
 (17) Kein Vereinsleben ohne Geselligkeit
 (18) Die Handballer kommen dazu
 (19) Es fehlt an Ehrenamtlichen
 (20) Ein finanziell gesunder TSV
 (21) In den Büchern über eine Million Mark
 (22) Sportplatz-Vertrag mit Hannover
 (23) Wettkampfsport und Breitensport
 (24) Hinter der Organisation stehen Menschen
 Das Schild