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Und wenn, so sagt der Vorstand, nicht nur der Wettkampfsport sondern auch der Breitensport gefördert wird, dann ist der Verein für viele Menschen interessant. Natürlich bedürfte es auch der ehrenamtlichen Helfer die bereit sind, in den Sparten Aufgaben zu übernehmen. Wie zum Beispiel im Hockey, wo die Betreuer die Existenz der Sparte mit einer überdurchschnittlichen Zahl an Jugendlichen sichern.

Um den derzeitigen Sportbetrieb für alte wie zu erwartende neue Mitglieder insgesamt optimieren zu können, ist es nach Auffassung des Vorstandes vordringliche Aufgabe, neue Sportstätten zu erschließen. Bei der Wahl des neuen Geschäftsführenden Vorstandes gibt es dann eine Überraschung: Mit der sprichwörtlich hauchdünnen Mehrheit von einer Stimme (67: 66), zwei Enthaltungen und einer ungültigen Stimme wird der bisherige 2. Vorsitzende Jürgen Eßmann anstelle des bisherigen Vorsitzenden Wilfried Pohlenz gewählt. Die Versammlung dankt Pohlenz mit der Ehrenmitgliedschaft und der goldenen Vereinsnadel. Und noch etwas, selbst in Sportvereinen nichts Alltägliches, soll hier Erwähnung finden; Der Vorstand ehrt Eduard Schling mit einem Bild vom Clubhaus, mit Widmung, versteht sich, für seine bereits 60 Jahre andauernde Mitgliedschaft.

Zum ersten Male spricht der Vorstand in der Mitgliederversammlung am 6. März 1992 über die möglichen Konsequenzen einer Kronsbergbebauung für den Verein. Diese ist im Rahmen der Expo-2000-Vorbereitung vorgesehen.

Die Versammlung wird dann vom Vorstand eingehend über die Gründe für den Austritt der erwachsenen Handballspieler informiert. Hier lagen ursächlich geänderte Hallennutzungszeiten für den Übungsbetrieb zugrunde. Die dadurch aufgekommenen Unstimmigkeiten mit der Sparte konnten nicht ausgeräumt werden, da der Vorstand nicht bereit war, andere Sparten zugunsten der Handballer zu benachteiligen.

Aus dem Sportbericht für das Jahr 1992, der den Mitgliedern auf der Versammlung am 5. März 1993 gegeben wird, werden vor allem die Erfolge im Jugendbereich, bei den Hockey-, Handball- und Fußballspielern heraus- gestellt. Die Hockey B-Knaben wurden Niedersächsischer Vizemeister.

Auch in dieser Versammlung fehlt nicht der Appell des Vorstandes an die Mitglieder, Aufgaben im Verein zu übernehmen. Angesichts dieses Aufrufes ist es besonders erfreulich, dass nicht nur 25jähhge Mitgliedschaften mit der Silbernen Ehrennadel wie alle Jahre ausgezeichnet werden, sondern auch einer der ehrenamtlichen Helfer die Nadel bekommt: Hartmut Dreier. Sein Name steht hier für all die, die für die Organisation und Abwicklung des sportlichen Betriebs Sorge tragen. Er wird wegen seines Einsatzes über die Übungsleitertätigkeit hinaus für den Leichtathletikbereich geehrt, den er immer wieder zu Erfolgen geführt hat.

In einer Vorschau spricht der Vorsitzende von den Plänen der Tennissparte, eine Halle zu bauen. Diese soll sich finanziell selbst tragen.

Sparmaßnahmen der Stadt Hannover im Sportetat veranlassen den Verein, Beiträge und Tennisumlagen zu erhöhen. Neu-Mitglieder der Tennissparte zahlen jetzt 400,- (statt 200,-) Altmitglieder 120,- (100,-) und Jugendliche 60,- (50,-) DM.

Die Beiträge erhöht der Verein bei den Erwachsenen auf 16,- (13,-), bei Jugendlichen auf 11,- (9,50) und für Familien auf 32,- (26,-) DM.





In der Rückschau auf die Vereinsgeschehnisse des Jahres 1993 kann der Vorsitzende auf der Mitgliederversammlung am 30.März 1994 von einem neuen Mitgliederschub für die Tennissparte berichten: Der Tennisclub Kronsberg (TCK), ursprünglich aus einer Gruppe ehemaliger TSV-Spielerinnen und -Spieler in den 70er Jahren hervorgegangen, hat sich aufgelöst. Seine Mitglieder (zunächst 110) werden vom TSV aufgenommen. Was der Vorsitzende schließlich dann ausführt, gehört wieder einmal auf die Seite der Passiva und betrifft die Organisation des Sportbetriebes: "Die meisten Mitglieder erwarten, wenn sie einem Sportverein beitreten, dass sie ihre Sportart in einem wohlorganisierten Umfeld und Rahmen ausführen können. Ihnen ist nicht bewusst, oder sie wollen es nicht zur Kenntnis nehmen, dass hinter der Organisation Menschen stehen müssen".

Und er sagt weiter: "Wir haben oft den Eindruck, dass der Sportverein vielen dazu dient, ihre Kinder für einige Zeit loszuwerden". Es werde immer wieder erwartet, dass andere die Arbeit machen. Das jüngste Beispiel sie die Hockeysparte, die seit einer Woche ohne Spartenleitung dastehe, weil die Erwachsenen nur solange die Spartenarbeit gemacht hätten, solange ihre Kinder dort aktiv gewesen seien.

Der Vorsitzende weist allerdings aber auch daraufhin, dass dies Beispiel für viele Sparten gleichermaßen gilt. So verwundert es die Versammlung nicht, wenn der Vorsitzende zu bedenken gibt, ob für den TSV Bemerode mittelfristig nicht eine modifizierte Organisationsform erforderlich ist.

Der Vorstandsbericht versäumt nicht, die sportlichen Erfolge aus den Sparten zu vermelden, die wieder vornehmlich in den Jugendbereichen erzielt wurden. Aus der Turnsparte ist eine Turnerin in die Niedersachsenriege berufen worden.

Der Vorsitzende nimmt die Versammlung aber auch zum Anlass, noch einmal das Kapitel "Kronsberg-Bebauung" anzusprechen. Zusätzliche Sportflächen seien bei der bisherigen Planung durch die Stadt nicht ausgewiesen worden, genau so wenig wie Sporthallen.

Auf der Jahresmitgliederversammlung am 3.März 1995 ist der Vorstand froh, melden zu können, dass mit dem Bau der Tennishalle das sportliche Angebot des Vereins erweitert werden konnte, ohne dass die übrigen Sparten finanzielle Abstriche hinnehmen mussten.

Die Berichte über die sportliche Arbeit der anderen Sparten fallen zufrieden stellend aus, ob sie nun Wettkampf-, Breiten- oder Hobbysport anbieten. Wie die Yoga-Sparte, die, so der Vereinsvorsitzende, "entsprechend ihrem Verständnis still und konzentriert arbeitet".

Berichte aus den Sparten werden in der seit 1994 erscheinenden Vereinszeitung abgedruckt, die sich als Sprachrohr des Gesamtvereins und nicht des Vorstandes versteht.

Nicht zu übersehen ist der lange Schatten über der Versammlung, den der Tod von Udo Ebeling geworfen hat. Und alle Mitglieder sind mit dem Vorstand einer Meinung, dass es der umsichtigen und gewissenhaften Kassenführung von Udo Ebeling zu danken ist, wenn der TSV Bemerode über Jahre bis heute als finanziell gesund zu bezeichnen ist.

Der Zweite Vorsitzende Manfred Duttke, seit einigen Jahren bereits im Vorstand, übernimmt zunächst die Kassengeschäfte zusätzlich, bis eine endgültige Regelung getroffen wird. Im Jubiläumsjahr 1996 erinnert der Vorsitzende Jürgen Eßmann auf der Hauptversammlung am 29. Februar an die wichtige Aufgabe, die Interessen des Vereins bei der Kronsberg-Bebauung und den Expo-Planungen zu vertreten. Schon jetzt würden wegen der steigenden Nachfrage aus den Neubaugebieten "Emsland-Viertel" und "Spargelacker" weitere Sportflächen benötigt.

Über den Haushalt kann der "provisorische" Kassenwart Manfred Duttke nur Positives berichten, so dass er im Laufe des Abends nun einstimmig in diese Position berufen wird.

So rundet sich der Bogen der Erinnerungen nach 100 Jahren bewegter Vereinsgeschichte. Eine Geschichte, die damals wie heute ihre Spuren in Bemerode hinterlassen hat und hinterlässt.

Joachim Schüchtermann



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 (1) Für eine Mark Schreibpapier
 (2) Vorstand ohne Interesse
 (3) Vereinsgeld auf der Sparkasse
 (4) Aufmarsch zur "Fahnenweihe"
 (5) Fußballer wollten in den "Turn-Verein"
 (6)Turnerbund statt "Freie Turnerschaft"
 (7) Nun auch Damen bei den Versammlungen
 (8) Großer Fackelzug für den Pastor
 (9) Aus dem Vorsitzenden wurde der "Führer"
 (10) Fußballer wagen nach dem Kriege den Neuanfang
 (11) Zum Umziehen in die Nissenhütte
 (12) Totomittel für den Sportplatzzaun

 (13) Hoffnung auf einen neuen Platz
 (14) Neuer Anfang bei den Turnern
 (15) Ohne Autofahrer geht es nicht
 (16) Das Sportheim wird eingeweiht
 (17) Kein Vereinsleben ohne Geselligkeit
 (18) Die Handballer kommen dazu
 (19) Es fehlt an Ehrenamtlichen
 (20) Ein finanziell gesunder TSV
 (21) In den Büchern über eine Million Mark
 (22) Sportplatz-Vertrag mit Hannover
 (23) Wettkampfsport und Breitensport
 (24) Hinter der Organisation stehen Menschen
 Das Schild