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Sämtliche Anwesenden erklären sich damit einverstanden und gründen unter dem früheren Namen "Turnerbund Bemerode" die sportliche Vereinigung. Vorsitzender wird Karl Meyer.

Auch die Festschrift aus dem Jahre 1971 weist kurz auf die Vorgänge nach dem ersten Weltkrieg hin und schreibt nach einem Hinweis auf den Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II. beim Manöver 1913 auf dem Kronsberg: "...fanden sich bereits im Januar 1919 wieder die ersten Sportler zusammen und gründeten damals die "Freie Turnerschaft" im Arbeiterturnerbund. Auf der ersten Vorstandssitzung des neuen alten Turnerbundes in Bemerode wird schon mal "Kassensturz" gemacht. Das ist möglich, weil allein durch Spenden 220 Mark eingegangen sind. Der Sportverein Laatzen teilt dem Turnerbund mit, dass er ihm Turngeräte zur Verfügung stellen will. Nach der Erledigung von Regularien und nach Diskussionen über neue Vereinsstatuten sowie Festlegung von Turnabenden beschließt die Monatsversammlung im Oktober, einem Vereinsmitglied zur Silberhochzeit einen "Fackelzug zu bringen"





Das Protokoll über die Versammlung am 31. Oktober 1925 verzeichnet auch die Anwesenheit von fünf Damen. Insofern darf beim Blick zurück, dieser 31. Oktober 1925 ein historisches Datum in der Vereinsgeschichte genannt werden.

Im Protokoll der ersten Sitzung des Jahres 1926 ist im Januar zum ersten Male die Rede von Arbeitslosen. Sie sollen von der Zahlung der Monatsbeiträge befreit sein.

Die Damen des Vereins scheinen sehr selbstbewusst zu sein, sie treffen sich am 19, April zur ersten eigenen Versammlung, Es ist allerdings nicht klar, ob dies die einzige Versammlung ihrer Art gewesen ist. In späteren Versammlungsniederschriften finden Damenversammlungen keine Erwähnung mehr. Dabei war beschlossen worden, diese zur ständigen Einrichtung zu machen.

Auf der nächsten Monatsversammlung melden sich acht Damen als Teilnehmerinnen für ein Schauturnen in Lüneburg. Dafür soll extra ein Wimpel beschafft und ein Zuschuss von 2,10 Mark gezahlt werden. Beschlossen wird ferner, beim Turnübungsabend keine Zuschauer -Vorstandsmitglieder ausgenommen- zuzulassen.

Wenige Wochen später wird von Turbulenzen im Verein berichtet, die im Zusammenhang mit dem Verhalten des damaligen Vereinsturnlehrers auf der Fahrt der Damen nach Lüneburg zu stehen scheinen. Es kommt zu einem Austritt mehrerer Vereinsmitglieder, nachdem der Turnlehrer auf Grund eines Mehrheitsbeschlusses ausgeschlossen worden war.

Nach ruhigen Monatsversammlungen ohne "besondere Vorkommnisse" muss sich der Vorstand im Dezember die Rüge anhören, den Mitgliedern werde die Generalversammlung "zu lange vorenthalten".

Von der dann im Januar einberufenen Generalversammlung wird berichtet, dass sich die Einnahmen des Vereins auf 1283 Mark und die Ausgaben auf 1268,95 Mark belaufen, Die Finanzen des Vereins sind also in Ordnung, und so wird dann auch der Vorstand, mit Karl Meyer an der Spitze wieder gewählt. Im Vorstand ist mit Lilly Gerhardt nunmehr aber auch eine Frau vertreten - und ein Schwimmwart. Von Schwimmen ist in den Unterlagen des Vereins bislang keine Rede gewesen. Die Generalversammlung beschließt außerdem neue Beitragssätze: Turner l Mark, Turnerinnen und Turnfreunde 0,75 und Lehrlinge 0,50 Mark.





Im Frühjahr 1927 beteiligt sich der Turnerbund neben sämtlichen Vereinen der Gemeinde Änderten, Bemerode, Kirchrode und Wülferode an einem Fackelzug aus Anlass des 25 jährigen "Amtsjubiläums" von Pastor Voigt in Kirchrode.

Über die Vereinsfinanzen machen sich die Mitglieder auf ihrer Versammlung im Juli 1927 Sorgen. Deshalb wird zunächst vorgeschlagen, die Aktiven für ihre vom Verein gestellten Turnanzüge eine "Abnützungsgebühr" bezahlen zu lassen, Doch dann entschließt man sich, Geld einzusparen, indem der Turnlehrer künftig nur noch einmal statt zweimal in der Woche in Anspruch genommen werden soll.

Etwas sicherlich Merkwürdiges widerfahrt der Monatsversammlung im Januar 1928: Kein Vorstandsmitglied ist anwesend. Die Mitglieder wählen sich einen Versammlungsleiter aus ihrer Mitte und beschließen, im selben Monat noch eine Maskerade durchzuführen.

Die Vorstandsmitglieder müssen wegen ihrer Abwesenheit gute Entschuldigungsgründe gehabt haben: Sie werden auf der Generalversammlung im Februar samt und sonders wieder gewählt. Auch der Schwimmwart, denn der meldet für ein Schwimmfest in Lehrte die Teilnahme von fünf bis sechs Teilnehmern an.

Nahezu ein ganzes Jahr lang bleiben Eintragungen im Protokollbuch aus. Diese werden erst mit der Generalversammlung am 31. Januar 1929 wieder aufgenommen. Auf dieser Zusammenkunft gibt es einen Wachwechsel an der Spitze des Vereins: Der bisherige Schriftführer Hüther wird Vorsitzender. Das Protokoll registriert: "Herr Hüther nimmt seinen Posten ohne Widerspruch an".

Und wieder dauert es ein Jahr mit der nächsten Niederschrift. Sie allerdings lässt aufhorchen. Auf der Generalversammlung am 11. Januar 1930, so ist im Protokoll zu lesen, wird versucht, dem Verein einen neuen Namen zu geben. Dieser Versuch wird mit der Mehrheit der Versammlung verhindert, so dass es beim bisherigen Namen "Turnerbund Bemerode" bleibt.

Doch in der Jubiläumsschrift zum 75jährigen Vereinsbestehen lesen wir: "Ab 1930 erhielt unser Verein die Bezeichnung "Sportclub Bemerode". Als Vereinslokal stand die Gaststätte Plumhoff zur Verfügung. Die Fußballabteilung war in dieser Zeit fast alleiniger Träger des Vereinsgeschehens, Turnen und eine Handballabteilung bestanden noch, spielten aber im allgemeinen keine herausragende Rolle". Wer klärt den Widerspruch ?

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 (1) Für eine Mark Schreibpapier
 (2) Vorstand ohne Interesse
 (3) Vereinsgeld auf der Sparkasse
 (4) Aufmarsch zur "Fahnenweihe"
 (5) Fußballer wollten in den "Turn-Verein"
 (6)Turnerbund statt "Freie Turnerschaft"
 (7) Nun auch Damen bei den Versammlungen
 (8) Großer Fackelzug für den Pastor
 (9) Aus dem Vorsitzenden wurde der "Führer"
 (10) Fußballer wagen nach dem Kriege den Neuanfang
 (11) Zum Umziehen in die Nissenhütte
 (12) Totomittel für den Sportplatzzaun

 (13) Hoffnung auf einen neuen Platz
 (14) Neuer Anfang bei den Turnern
 (15) Ohne Autofahrer geht es nicht
 (16) Das Sportheim wird eingeweiht
 (17) Kein Vereinsleben ohne Geselligkeit
 (18) Die Handballer kommen dazu
 (19) Es fehlt an Ehrenamtlichen
 (20) Ein finanziell gesunder TSV
 (21) In den Büchern über eine Million Mark
 (22) Sportplatz-Vertrag mit Hannover
 (23) Wettkampfsport und Breitensport
 (24) Hinter der Organisation stehen Menschen
 Das Schild