Aktuell

EINLADUNG zum Yoga am Mittwoch um 19 Uhr

Pause vom Alltag

von GW | am 01.03.2026


Deine Pause vom Alltag

Sanfte Bewegung

Entspannung

Meditation

Feste Gruppe (max. 12 Personen)

Yoga am Mittwoch

19.00 Uhr bis 20.15 Uhr

 

Sporthalle der Mira-Lobe-Oberschule

An der Weidenkirche 14, 30539 Hannover

 

Melde dich gern kostenlos und unverbindlich

zu einer Probestunde an.

 

Anmeldung und Info:

                                         yoga@tsvbemerode.de


TSV Bemerode lädt zum Schnuppern beim Yoga am Mittwochnachmittag und -abend ein

Möchten Sie Ihren Körper fit halten und ihre Gesundheit fördern?

von GW | am 01.05.2024


Möchten Sie Ihre Kraft und Beweglichkeit steigern? In den Yogastunden werden Körperübungen vermittelt, die in fließenden Abläufen oder statisch praktiziert werden. In jeder Übung wird angestrebt, eine besondere Verbindung von Körperhaltung, Atembewegung und Achtsamkeit herzustellen.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Übungen werden Ihren persönlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten folgend angepasst. So kann Jede/Jeder in einer optimalen Weise von den Übungen profitieren.
 
Gruppe 1: mittwochs von 17.30 Uhr bis 18.45 Uhr
mit Heike Ventzke, Yogalehrerin
 
Gruppe 2: mittwochs von 19.00 Uhr bis 20.15 Uhr
mit Heike Ventzke, Yogalehrerin
 
Ort: Sporthalle der Mira-Lobe-Oberschule, An der Weidenkirche 14, 30539 Hannover
 
Anmeldung und Information unter: yoga@tsvbemerode.de


Yoga

WARUM wir etwas so üben, WIE wir es üben

von GW | am 15.12.2019


Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum...wer NICHT fragt, BLEIBT dumm... diesen Song aus der "Sesamstraße" kennen manche von uns. Jedenfalls, wer "Sesamstraße" kennt, erinnert sich an dieses Lied, das zu einer eingängigen Melodie die beliebte Fernsehsendung ein- und ausgeläutet hat.
 
Es hat mich sehr gefreut, als mich vor kurzem wieder einmal ein Yoga Übender gefragt hat: Sag mal, Daniela, weshalb üben wir eigentlich SO..., also mit dem ATEM..., eben so, WIE wir üben...und ist nicht jeder Yoga Hatha Yoga?
 
Es sei gleich vorweg genommen: Solche Fragen sind nicht unbedingt Anfänger Fragen. Das wird auch von langjährig Übenden gefragt: Warum üben wir YOGA so, WIE wir ihn üben?
Man könnte jetzt so tun, als sei das schon immer so gewesen, man behauptet einfach, das sei Tradition. Das ist leider falsch, wäre so schön einfach. Der Yoga war vor 2,5-3 Jahrtausenden (alte Scherben aus Grabungen weisen noch weiter in die Vergangenheit) eine Übungsweise zur Disziplinierung des menschlichen Geistes. Man übte sitzend und hochkonzentriert. Und es übten nur Männer und sie stammten nur aus gebildeten und privilegierten Kreisen der damaligen Gesellschaft aus der Gegend des heutigen Indien und Pakistan.
 
Heute üben Menschen auf der ganzen Welt und beiderlei Geschlechtes, gesellschaftliche Schranken gibt es nicht mehr; und in erster Linie den Geist zu disziplinieren, ist auch nicht das erste Anliegen Aller. Menschen von heute möchten sich meist bewegen, zur Ruhe kommen, haben oft eine Gesundheit bezogene Empfehlung vom Arzt oder aus einer Kur und einige, aber eben längst nicht Alle, möchten meditieren lernen. Wie bekommen wir da eine Verbindung von der Vergangenheit zur Gegenwart? Und sind Geistesdisziplin, Yoga und Meditation das Gleiche?
In der Frage von oben taucht der ATEM als Betrachtungsgegenstand auf. Der Atem ist tatsächlich die Brücke, um Gemeinsamkeiten von gestern und heute zu beschreiben.
Ich erkläre Yoga Übenden gern, dass der feinstoffliche Atem den grobstofflichen Körper mit einem Teil von uns Allen verbindet, der nicht mehr materiell oder stofflich ist, dem Geist. Den Geist können wir nicht anfassen, wir bemerken ihn durch SEINE charakteristischen Bewegungen, nämlich Gedanken und Gefühle, oder die aus dem Körper vermittelten Wahrnehmungen und Empfindungen, die ohne einen erkennenden Geist nicht zum Bewusstsein kämen.
 
Jede/r VINIYoga Übende wird es bestätigen können: Der ATEM spielt bei uns eine zentrale Rolle im Übeprozess. Mit dem Atem werden sonst als extravagante Gymnastik durchgehende Körperübungen zu einem Instrument, mit dem wir uns kennenlernen. Nicht nur körperlich mit Möglichkeiten und Grenzen. Der Atem ermöglicht während des Übens eine vertiefte Selbstwahrnehmung und Feinabstimmung: WIE mache ich eine Bewegung, ist sie langsam oder schnell, ist sie ruppig oder weich, ich probiere mit dem Atem Koordination... Das alles geht nicht OHNE Geistbeteiligung, denn diese aufmerksame Art zu üben, verlangt Konzentration, ja, sogar Hingabe und Achtsamkeit.
 
Der Yoga selbst transportiert, mit Hilfe alter Texte, wie z.B. dem Yoga Sutra des Patanjali, einen Sinngehalt, der uns auffordert, sich zuzuwenden. Wem oder was? Uns Selbst und dem, was wir momentan tun. Aber Stopp, wir waren doch beim Atem, und nun ist wieder GEIST im Mittelpunkt der Erörterung?
 
Im Viniyoga können Körper, Atem und Geist eine Verbindung eingehen, die es uns ermöglicht, GANZHEITLICH mit uns in Kontakt zu treten; und obwohl JEDER Yoga, der Körper bezogen übt, Hatha Yoga ist, kann das nicht jede HathaYoga-STIL-Richtung gleichermaßen gut ermöglichen. Lässt man den Atem außen vor, dominiert der Körper und der Geist macht vermutlich, was er will. Benutze ich den Atem BEWUSST während des Übens, hole ich den Geist mit ins Boot. Viniyoga ist EINE Form des Hatha Yoga und ist vielfältig (aber nicht beliebig !)in seinen Methoden. Wir können den Atem selbst zum Übegegenstand machen,nicht nur mit speziellen Atemübungen, den Pranayamas, nein, das geht schon los, wenn wir vom dynamischen Üben zur Statik wechseln. Vom fließenden Bewegen zum Verweilen in einer bestimmten Körperhaltung (Asana) umzuschalten, verändert sogleich die Aufmerksamkeit, denn wir wenden uns mehr dem feineren inneren Atemgeschehen zu.
 
Dazu kann die Lehrperson noch Körperstellen benennen, wo ich gerade besonders achtsam hinspüren soll. Das sind dann Orte der Aufmerksamkeit(bhavanas).
 
Soll? Ich MUSS das tun? Als Viniyoga Lehrende mache ich Angebote, WIE ich mir gerade das Üben wünsche. Das ist keine Form der Willkür, vielmehr kann das Üben sachlich und nachvollziehbar begründet werden. Wir verknüpfen mit der Art des Übens Übeziele, z.B. Bewegung und Atem koordinieren, eben nicht irgendwie zu atmen beim Bewegen, sondern den Atem zu führen.
 
Wir achten sehr darauf, dass wir unsere Möglichkeiten respektieren, die mal kleiner, mal größer sind; wir freuen uns, wenn etwas besser geworden ist und sind nicht so traurig, wenn etwas gerade nicht so gut geht. Viniyoga Philosophie ist wohlwollend zugewandt und fordert uns auf, unsere Lebensumstände nüchtern zu betrachten, also nicht zu leidenschaftlich zu sein, sondern durchzuatmen!
 
Einfluss nehmen zu können auf innere Unruhezustände, ist ein Teil der Selbstwirksamkeit im Yoga. Gedanken und Gefühle in den Hintergrund treten zu lassen, gar zu transformieren, ist möglich und geschieht mit dem Atem und durch einen geschulten Geist.
Der Mensch von heute braucht Ruhe, Besonnenheit, Erholung und Bewegung gleichermaßen. Besonders letzteres, das Sich-Bewegen Können, hat es so nicht gegeben vor Jahrtausenden, das yogische Bewegen ist eine Erscheinung der Moderne und unserm Leistung orientierten und unruhigen Lebensstil geschuldet.
 
Der Atem ist die Brücke von außen nach innen, er musste gestern und muss heute eingesetzt werden, um ein würdevolles Leben in Gesundheit zu erleichtern. Wem das noch nicht reicht, kann (Vini)Yoga üben, um den sprunghaften Alltagsgeist zeitweise ganz auszurichten und ihn zum Instument der (Selbst)-Erkenntnis formen.
Wir können über längere Zeit bei EINEM ausgesuchten(!) Thema bleiben und uns so versenken/ verorten, dass wir mal nicht denken und uns vorübergehend mit dem Körper "vergessen", stattdessen eintauchen in die Innenschau oder Meditation.
 
Wenn wir nach dem Üben wieder in den alltäglichen Modus von Geist wechseln, können wir um tiefe Einsichten reicher sein, die wir durch Nachdenken allein nicht hätten.
 
Diese längst nicht erschöpfenden Ausführungen mögen andeuten, warum wir SO üben, WIE wir üben. Der Atem ist unser Tor zum Geist und damit zur Sammlung, so heißt es in den überlieferten Texten und auch, dass er in der Lage ist zu heilen.
 
Das Heilsein ist sogar mehr als die Abwesenheit von Krankheit, was unsere Gesellschaft gerade wieder zu ahnen beginnt. Das Heil-Werden und -Sein ist eine Annäherung an mich Selbst und das Leben.
Wir können also durch die ART unseres Übens einen Beitrag leisten zu unserer GESUNDUNG.Daniela John, Yogalehrerin BDY /EYU


Mein Yogaweg

Wie ich zum Yoga kam

von GW | am 14.12.2019


Chronische Rückenschmerzen führten mich vor etwa 18 Jahren zu einer Orthopädin, die mir der Rat gab: "Versuchen Sie es mal mit YOGA!" Mit Yoga hatte ich bis dahin wenig am Hut. Dachte ich an Yoga, sah ich Menschen in schlabbriger Kleidung, die immerzu lächeln, grünen Tee trinken und in akrobatischen Haltungen verweilen. Was ich nicht wusste, war, dass diese Dinge zwar ein Klischee beschrieben, aber nicht Yoga.
Nach weiteren zwei Monaten, in denen mein Rücken weiter schmerzte und ich meine Umwelt mit meiner schlechten Laune verstimmte, fragte mein Mann vorsichtig an, ob ich nicht doch einmal zum Yoga wolle. Endlich setze ich den Vorschlag um.
Bald spürte ich die Veränderungen die Yoga hervorrief: die Rückenschmerzen wurden weniger und mein Körper wurde flexibler. Gleichzeitig verbesserte sich meine Selbstwahrnehmung, meine Konzentrationsfähigkeit und ich fühlte mich ausgeglichener und ruhiger. Ich machte die Erfahrung, dass Yoga, als ganzheitliches Übungssystem Körper, Atem und Geist gleichermaßen berührt und zu einer harmonischen Einheit verbindet.
 
Meine steigende Begeisterung für Yoga mündete schließlich in einer vierjährigen Ausbildung zur Yogalehrerin, die ich 2012 mit dem anerkannten Abschluss beim "Bundesverband Deutscher Yogalehrenden und der "Europäischen Yogaunion" abschloss. Während dieser Zeit konnte ich mich intensiv mit der Yoga-Philosophie auseinandersetzen, unter anderem mit einer der wichtigsten Schriften des Yoga, dem "Yoga-Sutra", das vor etwa 2000 Jahren entstand und in 195 Sutren (Versen) die Essenz des Yogawegs darlegt. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass die Menschen schon damals auf der Suche nach besserer Gesundheit, einem klaren Fokus und an einem lang erfüllten Leben waren. Deshalb entwickelten Sie Körper - und Atemübungen und Meditation, von denen wir heute noch profitieren können und deren positive Wirkungen inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen sind. Dazu zählt unter anderem Kräftigung des gesamten Bewegungsapparat, Entspannung und Stressreduktion.
 
Es freut mich, dass ich all diesen Wissenschatz schon seit 8 Jahren den Yoga-Interessierten TSV Mitglieder näher bringen darf.
 
In meiner eigenen Yogapraxis und meinem Unterricht richte ich mich immer auf das Yoga-Sutra und im besonderen an der Tradition Sri Krishnamacharya aus. Dem indischen Gelehrten und Yogalehrer, der 1989 101-jährig verstarb war es ein wesentliches Anliegen, Yoga so zu lehren, dass sich die Übungen an die Interessen und Möglichkeiten des Übenden anpassen. Dieser Umgang mit Yoga wird auch als Viniyoga bezeichnet.
Deshalb gibt es auch keine festgelegte Übungsreihe, kein Standardprogramm, sondern individuell zusammengestellte Unterrichtsstunden, selbst im Gruppenunterricht. Damit auch im Gruppenunterricht jeder Einzelne mit seinen Entfaltungsmöglichkeiten im Mittelpunkt steht, sind die Gruppen auf wenige Teilnehmer ausgerichtet.
Im Viniyoga spielt der Atem eine zentrale Rolle. Für den Unterricht bedeutet dies, dass in der Asanapraxis der Atem bewusst angesagt wird. Das Üben der Bewegungen im Fluss der eigenen Atmung verändert die Qualität der Praxis und wirkt sich spürbar auf Körper und Geist und Gefühle aus
 
Yogalehrerin zu sein bedeutet für mich eine wunderbare Aufgabe und Möglichkeit, zu spürbar mehr Wohlbefinden beizutragen und die Gesundheit zu fördern und so blicke ich am Ende meiner Yoga-Stunden gerne in die zufriedenen und entspannten Gesichter meiner Kursteilnehmerinnen und Danke, dass ich zum Yoga gefunden habe.
 
Ich könnte jetzt noch viel hier schreiben über mein Yogaweg und die Wirkweise von Yoga, aber meine Worte werden nicht das sichtbar machen bzw.spürbar werden lassen was Yoga ausmacht und wie Yoga wirkt. Diese Erfahrung muss jeder selbst für sich machen.
 
Karin Leopold             Yogalehrerin BDY /EYU